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Aal Flussaal, europäischer: Katadromer Wanderfisch, der nur einmal im Leben zum Laichen in die Sargasso-See wandert. Besondere Merkmale: schlangenförmiger Körperbau, Bauchflossen fehlen, Rücken-, After- und Schwanzflosse bilden einen geschlossenen Flossensaum, sehr kleine Rundschuppen, starke Schleimabsonderung in der Schleimhaut.
Aalglocke Eine Aalglocke ist ein Bißanzeiger, der beim Nachtangeln (z.B.: auf Aal) benutzt wird. Es handelt sich um ein kleines Glöckchen, das an der Rutenspitze befestigt wird und bei einem Biß (Ausschlag der Rutenspitze) ein deutliches Geräusch von sich gibt.
Aalmutter auch "Aalquappe": Küstennaher Meeresfisch. Wegen seiner Ähnlichkeit mit der im Süßwasser lebenden Rutte (Quappe, Trüsche - Lota lota ) oft mit dieser verwechselt, wozu auch ihr zweiter Name beiträgt. Die A. gehört ebenfalls zur Familie der Dorsch oder Schellfischartigen Fische. Körpermerkmale: Wie alle Lotiden hat die A. kehlständige Bauchflossen, jedoch fehlt der typische eine Bartfaden am Kinn. Der Körper ist lang gestreckt und bräunlich-gelbweiß marmoriert. Rücken und Afterflosse bilden zusammen mit der Schwanzflosse einen Flossensaum. Im hinteren Viertel der Rückenflosse befindet sich ein niedriger Abschnitt mit biegsamen Stachelstrahlen. Massiger Kopf mit oberständigem Maul mit weiter Maulspalte. Grüne Gräten - wie beim Hornhecht. Die A. wird selten älter als vier Jahre, ihre Durchschnittslänge liegt bei 30-35cm, selten bei 50cm. Lebensraum: Grundnaher Standfisch in der Seegrasregion, nur im Winter zieht sich die A. in größere Tiefen zurück. Auch im Brackwasser ist die A. zuhause. Sie ernährt sich von Kleinkrebsen, Fischbrut, Kleinfischen und Wattwürmern. Laichzeit, Laichverhalten: Hochsommer (August/September). Die A. ist lebend gebährend. Es findet eine innere Befruchtuing des Laichs statt. Die 20-400 Jungen sind vor der Geburt deutlich im Mutterleib sichtbar. Nach ihrer Geburt mit etwa 30-55 mm Länge leben sie als Grundfische. Ihrem außergewähnlichen laichverhalten verdankt die A. wahrscheinlich ihren Namen. Bis heute ist ja das Laichverhalten der Aale nur in Ansätzen erforscht. So vermutete man in früheren Zeiten, dass die Glasaale die Jungen der A. sind. Fischereiliche Bedeutung: A. haben schmackhaftes, dem Aal vergleichbares Fleisch. Besonders geräuchert eine Delikatesse.
Angelmethoden Grundangeln im Brackwasser, Brandungsangeln und Grundangeln im Meer.
Aaltöter Hilfswerkzeug zum weidgerechten Töten eines gelandeten Aals. In einem nach unten hin gabelartig auseinander gespreizten Metallrohr läuft eine von einer Spiralfeder gefederte Stange mit einem keilförmig nach innen zulaufenden Messerkopf. Am oberen Ende der Satnfe befindet sich ein Druckgriff. Der Aaltöter wird dem mit einem Tuch festgehaltenen Aal hinter dem Kopf angesetzt, so dass der Kopf zwischen die beiden Backen der Gabel geklemmt wird. Durch schnelles Herunterdrücken der Federstange wird dem Aal durch den Messerkopf die Wirbelsäule hinter dem Kopf durchtrennt. Aberdeenhaken sehr langschenkliger Rundbogenhaken mit geradem Öhr. Typischer Butthaken beim Brandungsfischen (auf Plattfische).
Abfischen, Abangeln In den meisten Fischereivereinen veranstaltetes Gemeinschaftsangeln zum Saisonende.
Abködern Lösen des gelandeten Fisches vom Angelhaken. Als Abköderungshilfen dienen Hakenlöser, Arterienklemmen, Zangen; bei Raubfischen (v.a. Hecht) ferner eine Rachensperre.
Additives engl.: Zusätze. Im weiteren Sinne all jene Zutaten, die den Mehlen, die die Ködermasse bilden, zusätzlich beigemengt werden. Im engeren Sinne aber lediglich all jene Mittel, die dem Köder zugegeben werden, um dessen Attraktivität für die Fische zu steigern, wie Flavours, Enhancer (Geschmacksverstärker), Aminos (Apperitanreger), Essential Oils, Dips und Soaks.
Aesche Seinen Wissenschaftlichen Namen verdankt dieser Salmonide dem thymianartigen Geschmack seines Fleisches. Für viele Fliegenfischer ist die Äsche einer der schönsten und reizvollsten Fische überhaupt. Das aber nicht nur, weil sie vielerorts in arger Bedrängnis ist. Besonders die Wasserwirtschaftsämter mit ihren oft völlig unsinnigen Baumaßnahmen und der Fraßdruck durch den Kormoran setzen ihr erheblich zu und haben viele Populationen erlöschen lassen. Die Äsche hat von allen Salmoniden die auffälligste Rückenflosse, auch Fahne genannt. Die Fahne ist beim Milchner deutlich vergrößert und dient als äußeres Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter. Der Kopf ist klein und zugespitzt. Die kleine Maulspalte wird vom leicht vorspringenden Oberkiefer gekennzeichnet. Die Pupille ist nach vorne leicht gespitzt. Das Schuppenkleid erinnert an Weißfische und Renken. Die Äsche besitzt wie alle Salmoniden eine Fettflosse.
Aeschenregion Zweite, flussabwärts auf die Forellenregion folgende Fischregion der Fließgewässer. Charakteristika: - wechselnde Strömung - meist klares Wasser - hoher Sauerstoffgehalt - Wassertemperatur im Sommer bis ca. 18°C, im Winter um 3°C. - überwiegend kiesiger Boden - meist reichlicher Pflanzenwuchs - Leitfisch der Region: Äsche Die wichtigsten Fischarten: Äsche, Huchen (nur im Einzugegebiet der Donau), Nase, Hasel, Regenbogenforelle, Elritze Die wichtigsten Wassertiere: Bachflohkrebs, Flussmuschel, Wasserkäfer, Mützenschnecke, Kriebelmückenlarven, Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven Die wichtigsten Wasserpflanzen: Quellmoos, Flusslaichkraut.
Afterflosse Die Flosse, die hinter dem Waidloch bis zum Schwanz verläuft wird Afterflosse genannt.
Airmend Bogenwurf beim Fliegenfischen: Beim Service querüber vollführt der Fliegenfischer nach dem Stopp der Rute und während die Schnur durch die Ringe schießt, mit der Rutenspitze einen Halbkreis, wodurch sich die die Schnur in einem U-förmigen Schnurbogen gegen die Strömung auf der Wasseroberfläche ablegt.
Aischgründer Karpfen Besonders hochrückige Zuchtform des Spiegelkarpfens. Es heißt, diese Zuchtform gehe auf Zisterziensermönche im Mittelfränkischen Aischgrund zurück. Fisch gilt bis heute in der Kirche als Fastenspeise. Jedoch durfte ein Fisch nicht über den Rand des runden Tellers hinausragen.
Albrightknoten Angelknoten zum Verbinden zweier unterschiedlich starker Schnurenden.
Altwasser Vom Fluß abgetrennter Seitenarm,der oft nur bei Hochwasser mit dem Fluß wieder direkt verbunden ist. Altwasser weisen oft einen sehr guten Fischbestand auf.
Amerikanische Rigs Besondere, in den USA entwickelte Anköderungsmethoden zum Spinnfischen mit Gummi - oder Weichplastikködern.
Anadrome Wanderfische Fische die zum Ablaichen vom Meer in den Fluß wandern.
Anfischen, Anangeln Von vielen Fischereivereinen zu Beginn der Saison durchgeführtes Gemeinschaftsfischen.
Angeldruck umgangssprachlich für die Intensität, mit der ein Gewässer beangelt wird. Hoher Angeldruck wirkt sich nicht nur auf die Bestände, sonder auch auf die Beißfreudigkeit der Fische aus.
Angelmais speziell für Köderzwecke fertig gegarter und oft mit Lockstoffen geflavourter, großkörniger Dosenmais.
Angelset von vielen Händlern meist besonders preisgünstig angebotene fischfertige Rollen-Ruten-Combo mit einigen weiteren Zubehörteilen wie Kescher, Posen, etc.
Anködern Anbringen des Angelköders an die Montage / den Haken / das Sytem bzw. die Hakenflucht.
Antenne 1. Fühler des Edelkrebses 2. Spitzenteil einer Pose, das bei richtiger Ausbleiung aus dem Wasser ragt, während der Posenkörper untergetaucht ist.
Antron Synthetisches Dubbingmaterial zum Binden von Kunstfliegen.
Ariel Needle Needle (engl. )=Nadel. Querstange mit 2 oder 3 Aufnahmen für die Stahlnadeln von Affenkletterern. Da diese heute meist ausschließlich in Verbindung mit einem Rod Pod Verwendung findet, ist sie mit einem entsprechenden Gewinde zum Anschrauben ausgestattet.
Atlantischer Lachs Der Lachs ist wohl der bekannteste Vertreter der Gattung Salmo, der er auch den Namen gab. Früher muß dieser anadrome Wanderfisch in unseren Breiten ein Massenfisch gewesen sein, durch Überfischung, Wasserverschmutzung und Verbauung der Flüsse ist er jedoch bei uns fast völlig verschwunden gewesen, es gibt heute wohl keinen echten einheimischen Stamm mehr.
Aufstehblei Begriff für ein mit Auftriebskörpern versehenes Blei das sich im Wasser aufrichtet und somit nicht ganz in den Gewässergrund einsinken kann.
Augendrehreflex Der gesunde lebende Fisch versucht, wenn man ihn aus seiner normalen, aufrechten Körperlage in die Seitenlage dreht, die vorherige Augenstellung beizubehalten. Erkrankten und weidgerecht betäubten Fischen fehlt der Augendrehreflex.
Augenstreamer Große, meist kleine Beutefische imitierende Nassfliege (Streamer) mit eingebundenen Perlen oder Metallkügelchen, die die Augen simulieren. Dass gerade die Augen ihres Beutefisches einen Anbissreiz auf Raubfische ausüben, ist eine bekannte Tatsache.
Ausbalancieren nennt man die Herstellung eines optimalen Gewichtsverhältnisses zwischen Rute und Rolle. Ist die Rolle zu leicht für die Rute, wird die Rute kopflastig. Ist die Rolle zu schwer, wird sie hecklöastig. Optimal ausbalanciert ist eine Rute mit der Rolle dann, wenn man die Rute mit der montierten Rolle etwa 10cm vor dem Rollenfuß auf dem ausgestreckten Zeigefinger ablegen kann und die Rute dabei waagerecht liegen bleibt.
Avon-Pose Eine in England entwickelte und nach dem Fluss Avon benannte Posenform, die auch bei starker Strömung noch stabil „steht“. Sie ist besonders bei der englischen Angelmethode „Trotting“ beliebt. Sie kann als Durchlaufpose, aber auch als Feststellpose (mit Posengummis) montiert werden. Durchsichtige Modelle sind bei klaren Gewässern ratsam.
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